Ein Exkurs in die Wirklichkeit

Meine neue, aber eigentlich alte, Kamera ist nun endlich da! Und es ist wie ich schon vorrausgeahnt hatte, keine Digitale geworden! Stattdessen- back to the roots!
Für mich ist es eine selbstverständlichkeit sich mit den ursprüngen der Fotografie auseinander zu setzen. Wer da anders denkt ist meiner meinung nach nicht dafür geschaffen zu fotografieren, versteht das Wort fotografieren grundsätztlich nicht oder aber hat einfach keine Ahnung.

Es erübrigt sich die Dikussion ob analog oder digital besser ist. Es geht nicht darum wer besser ist. Natürlich kann man eine Analog Kamera mit einer Digitalen schwer vergleichen, die Technik hat sich in den letzten 100 Jahren, seit dem das 1. Bild gemacht wurde, verändert. Die Detailkraft einer Digitalen Kamera kann man mit einer Analogen nicht überbieten, auch die Handhabung wurde zunehmend vereinfacht. Wer sich damit auseinandersetzt wird früher oder später auf den Geschmack kommen. Ich persönlich kann nur jeden der sich für die Fotografie interessiert empfehlen auch eine Analoge Kamera in die Sammlung zunehmen, um klar zu werden womit man es hier zu tun hat. Ob’s nun eine Kleinbild oder Mittelformat ist, spielt keine große Rolle. Aber wie ich bereits erwähnt habe, wenn man schon eine APS-C und Vollformat besitzt, fehlt nur mehr noch eine Mittelformat und auch den Unterschied der Formate zuerkennen.

Mamiya 645 mit AE Prisemenfinder und Belichtungsmesser, mit einer Mamiya Sekor 80mm f/2.8

Warum gerade eine Mittelformat?

Zunächst wollt ich mir ja eine analoge Kleinbild Kamera kaufen, aber dann wurde mir gesagt dass, ich da keinen großen Unterschied spühren würde hinsichtlich des Formats, also warum also nicht gleich analog Mittelformat.

Warum analog?

Warum analog, ist relativ einfach erklärt. Mit einer digitalen Camera sieht man das Ergebenis sofort, man macht soviele Bilder die mmn dann zum großteil gelöscht werden. Bei einer analogen Kamera, hat man keinen fast unbegrenzten Speicherplatz auf der Filmrolle, und man muss das gut einteilen was man fotografiert. Die Mittelformat Filmrollen bieten darüberhinaus auch nur 12 Belichtungen pro Rolle, also keine 30-32 wie bei einem Kleinbildfilm. Desweiteren ist es dann auch immer spannend zu wissen wie das Bild geworden ist. Natürlich ist die Technik nicht besser. Die Bilder sind so scharf wie man die Linse einstellt. Es ist eine Kunst mit einer Analogen zu fotografieren. Und es macht Spaß den Film einzulegen und zu drehn, selbst auszuarbeiten oder auszuarbeiten lassen.

Die Mamiya 645 (6×4.5) ist eines der kleineren Mittelformate die es gibt, es gibt noch 6×6, 6×9 und dazwischen noch andere Abstufungen (4, 5, 7 und 8).

Die Analogfotografie ist leider ein sterbendes Metier, denn die MF Filmrollen werden zunehmend teurer und seltener.

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